Ein Blick auf die Tiefenstruktur des Unternehmens.
Beispiel 1: Innovation und Chaos
Bei der Firma K. besteht das Unternehmensgen aus einer hohen Innovationsfreude, basierend auf dem Wunsch die Produkte speziell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden zuzuschneiden. Getragen wird diese Innovationsfreude von der Begeisterung sowohl der Führungskräfte als auch der Mitarbeiter. Allerdings fehlt die Energie, welche in die Entwicklung neuer bzw. die Anpassung vorhandener Produkte investiert wird, an anderer Stelle – so mangelt es an der Organisation und Konsequenz, um die breite Produktpalette richtig aufzustellen und weiter zu vermarkten, sowie an der konkreten und nachhaltigen finanziellen Planung.
Die essenzio-Beratung dockt an die Potenziale des Unternehmensgens an und fördert diese. In diesem Fall bedeutet das, die hohe Kundenorientierung und Innovationskraft zu professionalisieren, indem – basierend auf einer nachhaltigen Finanzplanung – die individuell zugeschnittenen Produkte zur Marktreife gebracht werden und somit die Produktpalette optimiert und zumindest teilweise standardisiert wird. Dazu gehört auch, die Verantwortungs- und Aufgabenbereiche der Mitarbeiter deutlicher zu definieren und das unternehmerische Denken sowohl bei Führungskräften als auch bei den Mitarbeitern zu wecken und somit mehr Struktur in die Arbeitsprozesse zu bringen und ein Bewusstsein für Unternehmenserfolg zu schaffen.
Beispiel 2: Fachkompetenz in XXL
In der Firma W. wird Fachkompetenz großgeschrieben: Sowohl bei Neueinstellungen als auch bei Beförderungen spielt die fachliche Kompetenz der Mitarbeiter eine überragende Rolle. Dadurch sind die angebotenen Produkte sowie die fachliche Betreuung der Kunden stets von hoher Qualität. Der Wunsch, fachlich alle Anforderungen erfüllen zu wollen, führt zudem zu einem sehr breiten Warenangebot, was von den Kunden einerseits sehr geschätzt wird. Auf der anderen Seite führt die Betonung der fachlichen Kompetenz zu einer Vernachlässigung professioneller Führungsarbeit und des menschlichen Miteinanders sowohl im internen Miteinander als auch im Kundenkontakt. Ein gegenseitiger Austausch zwischen Mitarbeitern ist schwierig und für die Kunden wirkt der Kontakt häufig etwas „abgehoben“ und zu wenig persönlich.
Die Stärke des Unternehmensgens steckt hier in den hohen fachlichen Kompetenzen aller Mitarbeiter und Führungskräfte und der breiten und qualitativ hochwertigen Produktpalette. Um diese Stärke noch besser nutzen zu können ist es aber notwendig, die Sachkompetenz mit überfachlichen (Sozial-, Kommunikations- und Führungs-) Kompetenzen zu verbinden und zu unterstützen, um auf der einen Seite das Miteinander, den gegenseitigen Austausch und die Motivation zu verbessern und das Betriebsklima zu „erwärmen“ und auf der anderen Seite die Kundenzufriedenheit durch einen optimierten Kundenkontakt zu erhöhen.
